Durch das Wechselspiel von gestalteter Form und bruchrauhem Material beziehen die Skulpturen ihre Spannung. Es wird nicht „aus“ dem Material, sondern mit dem Material gearbeitet. Der Blick in das Innere der Skulptur wird frei.
Das Wesen der Dinge liegt hinter ihrer Oberfläche, daher muss diese stilisiert – individuell gestaltet – sein und ihre Transparenz erahnen lassen. Das Gegenteil wäre simple Typisierung.
Das ganze Thema „Torso“ ist ein Phänomen von Vergänglichkeit. Die Kunst muss heutzutage auch sich selbst reflektieren, stellt sie doch ein gesellschaftlich – politisches Faktum dar. Insofern sind die Skulpturen als Relikte vergangener (untergegangener) figurativer Formkultur zu begreifen.
Künstler: Wolf Bröll

| Wann | 23. August 1995 |
| Wo | Abguss-Sammlung Antiker Plastik Berlin, 14059 Berlin |
| Kategorie | Veranstaltung |
