Über uns

Einführung

Die Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin umfasst circa 2100 Abgüsse griechischer und römischer Skulpturen. Sie dient der universitären Lehre und Forschung und soll als Museum die Skulpturen der Antike zugleich einem breiten Publikum zugänglich machen. Die Sammlung setzt die Tradition der berühmten und bereits 1696 begründeten Abguss-Sammlung fort, die im 19. Jahrhundert im ‚Neuen Museum’ auf der Berliner Museumsinsel und zuletzt von 1921 bis 1944 in der Friedrich-Wilhelms-Universität mit ca. 2500 Abgüssen zu sehen war. Diese alte Sammlung wurde 1950/51 weitgehend zerstört.

Außenansicht der Sammlung
Außenansicht der Sammlung

Eine Neueröffnung der Abguss-Sammlung konnte im Jahr 1988 gegenüber dem Schloss Charlottenburg in unmittelbarer Nachbarschaft zum damaligen ägyptischen Museum – heute der Sammlung Scharf-Gerstenberg – realisiert werden. Der Wiederaufbau war nur in Zusammenarbeit des Instituts für Klassische Archäologie der Freien Universität Berlin, den Staatlichen Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Senatsverwaltung möglich.

Die heutige Ausstellung vermittelt einen umfassenden Überblick über die Geschichte und die Erscheinungsformen griechischer und römischer Plastik. Der zeitliche Bogen erstreckt sich von der Kykladenkultur des 3. Jahrtausends v. Chr. zur geometrischen und archaischen Plastik, von der Skulptur der Klassik und des Hellenismus zur Plastik des Römischen und des Byzantinischen Reiches bis etwa 500 n. Chr. Ausgewählte Stücke weiterer antiker Kulturen des Mittelmeerraumes ergänzen die Sammlung.

Regelmäßige Ausstellungen zeitgenössischer Künstler sowie Vorträge und Theateraufführungen erweitern darüber hinaus den Blick auf die Antike.

Ein Beispiel der vielseitigen Nutzung der Abguss-Sammlung zeigt sich im Musikvideo der Komponistin und Pianistin Lidia Kalendareva:


Geschichte

2018

30-jähriges Bestehen

der Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität.

Die Sonderausstellung

„…von gestern bis morgen…“ thematisiert die Geschichte der Berliner Abguss-Sammlung(en).

Oktober 2012 bis Mai 2013
2009 bis 2012

Das Berliner Skulpturennetzwerk

– gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung – arbeitet an der Erschließung sämtlicher Abgüsse antiker Skulpturen in Berlin.

20-jähriges Bestehen

der Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität.

2008
1988

Eröffnung

der Abguss-Sammlung Antiker Plastik in Berlin-Charlottenburg.

Wiederaufbau

der Abguss-Sammlung im Westen Berlins in Zusammenarbeit der Seminars für Klassische Archäologie der Freien Universität mit den Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz.

seit 1978
nach 1939 bzw. 1945

Während und nach dem Krieg

werden die meisten Abgüsse zerstört oder beschädigt.

Nach dem Umzug

der Abgüsse in die Friedrich-Wilhelms-Universität, Unter den Linden, erfolgt die Neueröffnung der Sammlung in 24 Räumen des Westflügels der Universität.
Die Abguss-Sammlung umfasste zu diesem Zeitpunkt ca. 2500 Objekte.

1921
1855

Eröffnung

des Neuen Museums und Ausstellung der Abguss-Sammlung in der Treppenhalle und im ersten Obergeschoss des Stülerbaus.

Überführung

der Abguss-Sammlung an die Berliner Museen
Ausstellung einer Auswahl der Gipse im Alten Museum als Ergänzung der Originalsammlungen.

1843
1696

Die erste Berliner Abguss-Sammlung

wird unter Friedrich III. Kurfürst von Brandenburg – dem späteren König Friedrich I. in Preußen – in der Akademie der Künste ins Leben gerufen.
Abgüsse nach antiken Skulpturen aus Italien sollen den Künstlern als Vorbilder dienen.